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Dass in der Südstadt eine Pfarre mit eigener Kirche geschaffen wurde, ist dem 2006 im Alter von 96 Jahren verstorbenen Pfarrer Dr. Franz Jantsch zu verdanken.
Franz Jantsch
wurde 1909 in Kalinow, im damals preußischen Teil Schlesiens, geboren. Er studierte in Wien Theologie und empfing 1933 die Priesterweihe. 1938 wurde er Pfarrer in Vösendorf. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Franz Jantsch von der Gestapo verfolgt. 1949 wurde er Pfarrer in der Hinterbrühl, die er bis zu seiner Pensionierung 2003 leitete.
Als in den 60er Jahren die Südstadt, ein Ortsteil der Marktgemeinde Maria Enzersdorf, errichtet wurde, begann er hier die seelsorgliche Tätigkeit. Die sonntägliche Messe wurde in der Eingangshalle des NEWAG-Bürogebäudes gehalten. Die Kirche wurde erst 1970 errichtet. Die Pfarrgemeinde ist vor dem Bau der Kirche gewachsen: Menschen sind wichtiger als Gebäude.
Die Südstadt war zunächst viele Jahre eine Pfarrexpositur der Hinterbrühl. Erst 1993 wurde sie eine eigenständige Pfarre, mit Franz Jantsch als damals „jüngstem“ und zugleich ältestem Pfarrer Österreichs.
Die Pfarren Südstadt und Hinterbrühl haben bis heute viele Gemeinsamkeiten: die Pfarrkanzlei in der Hinterbrühl, die Pfarrzeitung „offene gemeinde“, zahlreiche Veranstaltungen und natürlich als Basis den gemeinsamen Pfarrer.
Das Fehlen traditioneller Strukturen in der eigenen Pfarre hat dazu beigetragen, dass in der Südstadt eine starke und selbständige Gemeindestruktur entstanden ist, die weitgehend ohne Hauptberufliche auskommt. Viele Pfarrmitglieder arbeiten in den verschiedensten Bereichen mit.
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